TangoTherapie

Tango, ist ein argentinischer Paartanz bei dem es um so viel mehr als um schöne Bewegungen zu ausdrucksstarker Musik geht.  Es ist ein besonderer Weg um eine achtsame und sinnliche Bindung zu anderen Menschen und auch zu unserem eigenen Inneren herzustellen.  Beim Tango geht es dabei auch um Kommunikation, Vertrauen und Hingabe, um die gemeinsame Bewegung , Gefühl, und Leidenschaft. Viel wichtiger als das Erlernen von Schrittfolgen, ist daher die intensive Beschäftigung mit der eigenen Körpersprache, und mit dem liebevollen Führen und Folgen zu den wundervollen Klängen der Musik. Tango kann man nicht einfach auswendig lernen, man muss ihn spüren und sich auf ihn einlassen.  Wenn man das wirklich tut, kann man Glücksgefühle und eine tiefe Verbundenheit erfahren – das Gefühl des Eins sein.

Ausgeglichen und erfüllt fühlen wir uns wenn unser Körper mit Geist und Seele im Einklang ist. Dafür müssen wir auch negative Verhaltensmuster und Emotionen, die sich aus fest in uns verankerten Glaubenssätzen und schmerzlichen oder unangenehmen Erfahrungen ergeben haben können  loslassen. – Diese gilt es nicht nur  mit dem Verstand zu erkennen, sondern auch in der Arbeit mit unserem Körper zu entdecken und überwinden.  Unser Körpergefühl und unsere Körpersprache  die sich beim Tanzen ganz deutlich zeigen,  wirken sich auch auf  andere Situationen des Alltags (Beziehung, Berufsleben etc.) aus. Mit Hilfe des Tango erzielte Fortschritte werden deshalb auch auf alle anderen Bereiche übertragen und wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und den Umgang mit Anderen aus.

Welche Themen kann man u.a. im Rahmen einer Tango Therapie bearbeiten?

– Verbale und nonverbale Kommunikation in der Beziehung

– Vertrauen, Verantwortung

– Hingabe und Loslassen

– Gleichgewicht von Geben und Nehmen

– Flexibilität versus Durchsetzungsfähigkeit

– Führen und Folgen

– Vom ich zum Wir – Verbundenheit

– körperliche Nähe und Distanz / Intimität und Abgrenzung

– Freiheit – Bindung

– Körpergefühl und Selbstwertgefühl

– Glaubensmuster, Unsicherheiten und Ängste

Vorkenntnisse zu Tango oder Tanzerfahrung sind für eine Tango-Therapie nicht notwendig, da es in erster Linie nicht um das Erlernen von Schrittfolgen,  sondern um die Beschäftigung mit den genannten Themen geht.

Der argentinische Tango hat eine Jahrhunderte alte Tradition, die so genannte Tango-Therapie ist jedoch erst vor ca. 15 Jahren entstanden. Immer wieder wird die besondere Wirkungsweise des Tangos auch wissenschaftlich erforscht. Auch die besondere Eignung des Tanzes zur Verbesserung der Lebensqualität für Alzheimer, Parkinson und Depressions-Patienten wurde mehrfach nachgewiesen. Tango-Therapie ist somit eine eigene Form der Tanztherapie mit einem besonderen Fokus auf das Thema Beziehung. Jeder Teilnehmer entscheidet jedoch letztendlich selbst was er für sich mitnehmen kann und möchte. Wichtig bei dieser Form der Therapie, wie bei allen Prozessen der Selbstveränderung, “dranzubleiben” und durch Wiederholungen und Kontinuität in der Beschäftigung mit den eigenen Wachstumsbereichen Veränderungen zu erzielen.